Heimwebereimuseum
Nachbericht: Internationaler Museumstag am 17 Mai mit Ausstellungseröffnung „Annas Muster“
Ortsbürgermeister Peter Hartogh eröffnete die Veranstaltung mit besten Wünschen und äußerte die Hoffnung, dass es dem langjährig sehr aktiven Arbeitskreis gelingen wird, neue bürgerschaftlich engagierte Menschen für die wichtige Museums- und Vermittlungsarbeit zu finden. Darüber hinaus machte er in seine Rede deutlich, dass ihm und dem Gemeinderat die Vermittlung der kulturellen Bedeutung der Heimwebereigenossenschaft Schalkenmehren und ihrer Selbsthilfekräfte ein wichtiges Anliegen ist.


–> Rede von Gangolf Droste als PDF: (Anklicken).
Gangolf Droste, Leiter des Arbeitskreises verband in seiner Rede die besondere künstlerische und soziale Begabung Anna Droste-Lehnerts mit der Entwicklungsgeschichte der Heimwebereigenossenschaft, die von 1926-1982 bestand.
Jedoch hätte die Arbeit der Heimwebereigenossenschaft ohne die besonderen künstlerischen Entwürfe von Anna Droste-Lehnert, die von aktuellen Bewegungen (Reformbewegung, Werkbund, Bauhaus) und vielfältigen Kontakten zu regional arbeitenden Künstlern geprägt war, nicht so erfolgreich sein können.

Anläßlich des hundertjährigen Gründungsjubiläum der Heimwebereigenossenschaft erinnert das Museum ab dem 17. Mai bis 25 Oktober 2026 mit einer Sonderausstellung unter dem Titel „ANNAS MUSTER“ an die Genossenschaftsgründerin Anna Droste-Lehnert (1892-1976) und ihr künstlerisches und soziales Lebenswerk.
Die beiden Textilkünstlerinnen, Initiatorinnen und künstlerische Leiterinnen („project a:NaB“) von „ANNAS MUSTER“ Nadja Hormisch und Beate Lambrecht erläuterten die Idee und das Zustandekommen der Ausstellung.
Die Veranstaltung stieß mit mehr als 150 Teilnehmenden auf ein sehr lebhaftes Interesse ganz unterschiedlicher Altersgruppen und Herkünfte. Zum Gelingen beigetragen haben neben den Arbeitskreismitgliedern auch die vielfältigen Unterstützenden durch ihre konkrete Hilfe, ihre Kuchenspenden, die anschauliche Schafschur sowie die Spinn- und Webvorführung von Aktiven des Museums Rupperath.
Allen Helfenden ganz herzlichen Dank für ihre Unterstützung!


Förderung unseres ehrenamtlichen Engagements für das Museum durch neue technische Ausstattung
Die LAG Vulkaneifel unterstützte durch eine Förderung für die Öffentlichkeitsarbeit des AK Heimwebereimuseum den Ankauf eines Whiteboardes sowie eines Laptops. Die Erstellung von barrierefreien und digitalen Informationen, die als Präsentationen im Foyer des Museums und bei Führungen gezeigt werden können, ist damit möglich geworden. Erfreulicherweise konnten die Geräte noch vor dem diesjährigen Museumstag am 17.5.2026 angeschafft und in Betrieb genommen werden.
Wir freuen uns über die Unterstützung unserer Arbeit 😊

Bürgerschaftliches Engagement- Verleihung der Ehrennadel an Gertrud Heck
Am 10 Mai wurde in einer Feierstunde im Mehrgenerationenhaus Gertrud Heck aus Schalkenmehren durch die Landrätin Julia Gieseking mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Die Landrätin würdigte besonders den jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz für den Erhalt und Vermittlung eines einzigartigen kulturellen Erbes der Region. Als 1993 das Heimwebereimuseum Schalkenmehren gegründet wurde, engagierte sich Gertrud Heck von Beginn an. Sie vermittelte anschaulich die Geschichte der Genossenschaft, zu der sie schon als 13jährige einen engen Kontakt hatte, sowie die traditionellen Techniken der Heimweberei und ihrer regionalen Bezüge. Mehr als 25 Jahre brachte sie ihre persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen in die Gestaltung und Weiterentwicklung des Museums ein. Gangolf Droste dankte für den Arbeitskreis Heimwebereimuseum für ihr ganz besonderes langjähriges Engagement und erinnerte auch an Niklas Schommers, der zusammen mit Gertrud Heck über lange Zeit sehr aktiv das Museum unterstützte.


Internationaler Museumstag im Heimwebereimuseum Schalkenmehren am Sonntag, 17.05.2026, 14-17 Uhr
Link zu „Aktuelles“: Internationaler Museumstag im Heimwebereimuseum Schalkenmehren am Sonntag, 17.05.2026, 14-17 Uhr
„Annas Muster“ – Eine Sonder-Ausstellung im Heimweberei‑Museum Schalkenmehren, vom 17.05. – 25.10.2026
Link zur Homepage: www.annas-muster.de
Link zu „Aktuelles“: Sonderausstellung „Annas-Muster“ im Heimwebereimuseum Schalkenmehren

Für das Heimwebereimuseum suchen wir für das Jubiläumsjahr und gerne darüber hinaus engagierte Verstärkung.
Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf unter ortsgemeinde.schalkenmehren@vgdaun.de
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören und melden uns dann bei Ihnen.
Mitarbeit im Museumsteam von April – Oktober 2026
Aufwand: ca alle vier Wochen 3 Stunden Sonntags, eventuell wochentags für Führungen ansprechbar sein, 3-4 Arbeitskreistreffen im Jahr a 2-3 Stunden
Wir freuen uns über Menschen, die gerne auf Menschen aktiv zugehen, die Interesse an der Vermittlung der besonderen regionalen Geschichte der Heimwebereigenossenschaft haben und die mit uns die Zukunft des Museum mitgestalten und mitverwalten wollen.
Mitarbeit bei der Pflege des Museumsgartens von April bis Oktober 2026.
Aufwand : ca alle vier Wochen 2 Stunden, zusammen mit der bisherigen ehrenamtlichen Gärtnerin, gegenseitige Urlaubsvertretung (gießen und Rückschnitt), Beteiligung an der offenen Gartenpforte in Schalkenmehren, 3-4 AK Treffen im Jahr a 2-3 Stunden
Wir freuen uns über Menschen, die Freude an Pflanzen und aktiver Pflege des Museumsgartens sowie Interesse an der besonderen regionalen Nutzung von Färberpflanzen durch die Initiatorin der Heimwebereigenossenschaft Anna Droste-Lehnert haben und die mit uns die Zukunft des Museums mitgestalten und mitverwalten wollen.
Photographische Dokumentation der Aktivitäten des Arbeitskreises für Öffentlichkeitsarbeit Print und Social Media
Aufwand : ca 1 x monatlich 1 Stunde, 3-4 AK Treffen im Jahr a 2-3 Stunden
Wir freuen uns über Menschen, die Spaß an Fotographie und Bildbearbeitung, Interesse an der Dokumentation rund um das Heimwebereimuseum und seine Themen sowie an der Dorfentwicklung Schalkenmehren haben und die mit uns die Zukunft des Museums mitgestalten wollen.
Das Heimwebereimuseum Schalkenmehren dokumentiert die Geschichte der ehemaligen Heimweberei-Genossenschaft. In den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gründete sich diese Genossenschaft auf Betreiben der Dorfschullehrerin Anna Lehnert. Mit großer Kreativität und Sinn für Bedarf und Design der Gewebe wurde in wenigen Jahren ein florierendes Unternehmen geschaffen, dass der Not leidenden Bevölkerung einen Nebenerwerb bescherte.
Im Museum wird die alte handwerkliche Tätigkeit des Handwebens zum Leben erweckt und ebenso die vielen damit zusammenhängenden Arbeiten der Dorfbewohner. Anhand von rund 1000 Austellungsstücken – vom alten Foto über das Modelkleid bis zum großen originalen Handwebstuhl für Heimweberei – wird die erstaunlich große Produktpalette der Genossenschaft dokumentiert. Daneben werden die Fasergewinnung und Verarbeitung sowie das Spinnen von Hand veranschaulicht. Im kleinen Museumsgarten wachsen einige der wichtigsten Färbepflanzen, die früher die Farbstoffe zum Einfärben der Garne lieferten.
Das Museum befindet sich in der alten Schule des Ortes, die 1913 bis 1914 erbaut wurde. Etwa 10 Jahre nach Schließung der Heimweberei-Genossenschaft wurde es 1993 unter Trägerschaft der Gemeinde eröffnet. Es wird ehrenamtlich von einem Arbeitskreis betreut. Im Mini-Museumsshop werden handgesponnene und pflanzengefärbte Wolle, handgewebte Decken, handgewebte Geschirrtücher und Literatur angeboten. Auf Anfrage finden ganzjährig Führungen für Schulklassen und Gruppen statt. Das Museum hat regulär von Anfang April bis Ende Oktober immer sonntags von 15:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
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