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OG Schalkenmehren - Kultur

Kultur

In diesem Bereich erfahren Sie wissenswertes rund um die Geschichte von Schalkenmehren.

Ortsgeschichte:

Die erste Erwähnung von Schalkenmehren findet sich in einer für das Kloster Himmerod ausgestellten Urkunde vom 25. November 1287.
Darin teilen die Testamentsvollstrecker des Ritters Johannes de Palatio dem Kloster mit, daß er dem Konvent verschiedene Einkünfte, darunter 4 Schillinge "in Schalmere" für sein Anniversarium vermacht hat.

Ortswappen:

Ortswappen Schalkenmehren / VulkaneifelDie im oberen Schildteil dargestellte Kapelle Weinfeld ist nach "Wackenroder" das einzige Bauwerk, das von dem ehemaligen Dorf Weinfeld übrig geblieben ist. Die Pfarrei Weinfeld wird bereits Anfang 14. Jahrhundert erwähnt; die Kapelle Schalkenmehren war Filiale von Weinfeld. Bis 1562 wohnten noch sämtliche Pfarrer, die sich als Pfarrer der Pfarrei Weinfeld bezeichneten, in Weinfeld selbst.
Jetzt ist die Kapelle Wallfahrtskirche. Rund um die Kapelle werden auch heute, wie vor Jahrhunderten, die Einwohner Schalkenmehrens auf dem Friedhof Weinfeld bestattet.
Die kleine Kirche, die dem heiligen Martin gewidmet ist, hat auch in der Sagenwelt zusammen mit dem gleichnamigen Maar Eingang gefunden.
Die Wellenlinie, die den Wappenschild teilt, sowie die drei Fische sollen auf die den Ort und die Umgebung prägenden Maare hinweisen. Ferner sollen die Fische den Fischreichtum der Gewässer dokumentieren.

Pfarrkirche St. Martin:

Schutzpatron St. Marttin-Kirche Schalkenmehren

Die Geschichte des Dorfes, der Pfarrgemeinde und der Bewohner Schalkenmehrens ist sehr eng mit dem Ort Weinfeld verknüpft.
Als der Ort Weinfeld durch die Pest ausstarb zog der letzte Pfarrer hinunter nach Schalkenmehren. Die Weinfelder Kirche blieb jedoch zunächst weiter Pfarrkirche des Dorfes Schalkenmehren.
Die Bewohner von Schalkenmehren, eine Ansiedlung mit 66 Häusern und einer Mühle baten am 21. November 1803 eine eigene Pfarrei zu werden und als Schutzpatron wurde der hl. Martin von Weinfeld übernommen.
Seit 1838 wurden über einen Kirchenbau Verhandlungen geführt, die auch 1844 zum Erfolg führten. Aber mit dieser Entscheidung wurden der Bevölkerung große Lasten aufgelegt. Unsere Pfarrkirche konnte dann nach Plänen des Baumeisters Bartels aus Daun erbaut und am 12. November 1845 eingesegnet werden.
Im Jahre 1868 erhielt das Gotteshaus für 374 Taler drei neue Altäre des Bildhauers Möhly aus Konz. Die drei vorhandenen Glocken, deren größte aus Weinfeld stammte, wurde 1872 umgegossen und zwei neue traten an ihre Stelle. Eine Orgel sowie Kreuzwegstationsbilder wurden 1879 beschafft, 1881 folgte der Kauf einer neuen Kirchenuhr.
Bis 1921 nannten sich die Seelsorger nach der Mutterpfarrei Weinfeld, um sich dann als Pfarrer von Schalkenmehren zu bezeichnen.
1957 wurde die Kirche von Pfarrverwalter Dechant Feld renoviert und modernisiert. Altäre, Predigt- und Beichtstuhl, Kommunionbank und Kreuzweg wurden entfernt und alles wurde mit einem einfachen Weißanstrich überdeckt.
Bereits 1981 wurde dann allerdings bereits der Entschluß gefaßt, die wertvollen Wandgemälde wieder freilegen zu lassen.

Die Kirche von Weinfeld:

Friedhof Weinfeld

Wo jetzt die Kirche steht, mag ehedem eine römische Kultstätte gestanden haben oder eine römische Villa mit Badegelegenheit am Maar. Ihre Fundamente weisen deutlich römische Spuren auf. Sicher gehört sie zu den ältesten christlichen Kirchen der Eifel.

Sie war Pfarrkirche des Dorfes Weinfeld bis zum Jahre 1562, als Pastor Peter von Mehren als letzter hinunter nach Schalkenmehren zog. Die Weinfelder Kirche blieb aber weiterhin Pfarrkirche und alle Sakramente wurden hier gespendet, bis zum Jahre 1726.
1803 wurde dann Schalkenmehren eigene Pfarrei. Aber an den Sonntagen von Ostern bis Pfingsten wurde weiterhin in Weinfeld der Sonntagsgottesdienst gehalten.
1807 wurde vom Bischof in Trier empfohlen, die Weinfelder Kirche abzubrechen und das Baumaterial zur Ausbesserung der Schalkenmehrener Kirche zu verwenden. Aber die Schalkenmehrener bauten auf eigene Kosten und unter großen Opfern eine neue Kirche. Daher konnten sie sich kaum noch um Weinfeld kümmern, die Kirche zerfiel und glich einer Ruine. Was dazu führte, daß die Schalkenmehrener polizeilich aufgefordert wurden, die Kirche wieder herzustellen oder abzureißen.
Pastor Johann Konter nahm den Aufbau in die Hand und rettete durch Sammelaktionen in der Bevölkrung die altehrwürdige Kirche. Am 27. September 1887 konnte die feierliche Wiedereinsegnung stattfinden. Eine Marmortafel in der Kirche und sein Grabstein halten das Andenken von Pfarrer Konter noch heute wach.
Leider sind die wunderschönen Altäre dem bilderstürmenden Zeitgeist zum Opfer gefallen. Nur noch das Gnadenbild ist heute in der Pfarrkirche Schalkenmehren zu sehen.

Dorf und Pfarrei Weinfeld:

Das Dorf Weinfeld lag östlich der Kirche und war für damalige Verhältnisse ein sehr ausgedehnter Ort. Es war ursprünglich eine römische Siedlung und wurde schon sehr früh chrsitlich, vielleicht schon zur Zeit des Kaisers Kontstantin, sicher aber seit dem Wirken des Heiligen Bonifatius.

Pfarrei war Weinfeld bereits sehr früh, denn eine Urkunde besagt, daß die Altburg, erbaut im Jahre 731 zu Weinfeld gehörte. Weiter umfasste die Pfarrei Weinfeld die Orte Schalkenmehren, Saxler, Udler und 3 Häuser von Gemünden.
Eine saarländische Chronik berichtet, dass im Jahre1522 Kriegsvölker eine pestartige Krankheit anschleppten, welche große Verheerungen anrichtete und die Menschenstarben massenweise und plötzlich. In diesen Jahren starb auch das Dorf Weinfeld aus.
1562 schließlich war das Dorf ganz verlassen, als der Pastor als letzter nach Schalkenmehren hinunter zog.
 

Der Kirchhof von Weinfeld:

Man sollte meinen, mit der Aufhebung der Pfarrei sei auch der Kirchhof verschwunden. Aber die Schalkenmehrener haben ihren alten Kirchhof nie preisgegeben, obwohl 1729 die Erlaubnis erteilt wurde, in Schalkenmehren einen neuen Friedhof anzulegen.

Der Kirchhof von Weinfeld ist noch bis heute die Ruhestätte unserer Toten und soll es auch bleiben.

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